Kommentare zu: [Rezension] Traurige Freiheit -Friederike Gösweiner https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner Literatur. Lesen. Schreiben. Sat, 29 Sep 2018 18:07:27 +0000 hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.10 Von: Wortlichter https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner#comment-279 Sat, 04 Feb 2017 12:15:23 +0000 https://wortlichter.com/?p=218#comment-279 Liebe Angelface,
Danke dir für deinen Besuch und deinen Kommentar 🙂
Ich denke diese Karriere-Sache ist ein Luxus-Problem. Es gibt immerhin genügend Menschen, die sich nicht aussuchen können, was sie arbeiten, oder froh sind, überhaupt sich Selbst ernähren zu können und dann gibt es noch Menschen, die nicht einmal das schaffen.
Außerdem verstehe ich auch nicht die Einstellung der Protagonistin, dass sie sich keine Mühe gibt und keine Alternativen hat. Von Nichts kommt nun mal Nichts. Und das sehe ich irgendwie bei vielen der Generation Y, dass sie denken, nur weil sie eine gute Ausbildung haben (was ja eig. auch ein Privileg ist), muss ihnen alles zufallen. Ja, so funktioniert das leider nicht. Die meisten haben einfach nie gelernt, hart für etwas zu Arbeiten. Es ist nicht alles selbstverständlich im Leben. Aber vielleicht ist das auch so ein Freiheit vs. Sicherheit-Dings. Sie wollen die Freiheit, sind aber nicht bereit die Sicherheit dafür aufzugeben und beides zusammen funktioniert eben nicht gut.

Liebe Grüße, Anja

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Von: angelface https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner#comment-276 Sat, 04 Feb 2017 06:31:43 +0000 https://wortlichter.com/?p=218#comment-276 es klingt sehr interessant auch mal eine Rezension zu lesen die ein Buch solchen Inhalts nicht hochlobt sondern auch die negativen unschlüssigen Handlungen der Protagonistin beschreibt. Karriere machen heisst schliechlich nicht alles im Leben sondern leben mit seinen Möglichkeiten und nicht umsetzen können, es ist weitaus verbreiteter als mancher Leser denkt.
Eine gute Rezensium zu einem interessant klingenden Buch…
lieben Gruß von einer, die bleibt (und nicht nur aus diesem Grund:))
Angelface

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Von: Wortlichter https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner#comment-88 Wed, 16 Nov 2016 21:15:07 +0000 https://wortlichter.com/?p=218#comment-88 Naja, ich sehe das etwas zwiespältig, wenn man Journalistin als Traumberuf hat, weiß man ja worauf man sich einlässt, da wäre sie vielleicht besser in der Verwaltung aufgehoben gewesen. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass sich Hannah überhaupt große Mühe gibt, viel mehr dass sie sich nichts zutraut. Denn wieso bewirbt sie sich schon wieder für ein Volontariat? Sie hatte doch bereits welche absolviert. Sie ist ja nicht einmal frisch von der Uni. Sie könnte auch ohne Probleme als freie Journalistin arbeiten, da muss sie halt jede Woche wieder um neue Aufträge kämpfen oder sich auf eine richtige Festanstellungen bewerben.
Sie hätte auch Teilzeit etwas Anderes arbeiten können und die andere Hälfte als freiberufliche Journalistin füllen können. Oder ihr Glück in einem anderen Beruf versuchen können. Aber niemand wird einen den perfekten Job auf dem Silbertablett servieren. Es gibt Menschen, die nie in ihrem Traumjob arbeiten können und es gibt Menschen, die Tag für Tag die schwersten körperlichen Arbeiten verrichten und von so einem Leben überhaupt nur träumen können.

Ein unbezahltes Praktikum hätte ich mir niemals leisten können. Was hätte ich dann essen sollen? Ich habe schon während des Studiums Teilzeit gearbeitet und mir alles selbst finanzieren müssen. Mich nur auf eine Sache zu konzentrieren, war ein Luxus den ich mir nie leisten konnte. Aber vielleicht bin ich deswegen ja auch härter im Nehmen 🙂
Wer sich ein Praktikum leisten kann, dem kann es schonmal nicht so schlecht gehen. Und was die Firmen-Seite dazu anbelangt: Ich finde Praktika durchaus legitim, wenn man es nutzt zum Hereinschnuppern, vielleicht zwei bis vier Wochen, oder einen Tag in der Woche. Immerhin müssen Mitarbeiter ja angelernt werden und wenn man dann nach 2 Wochen wieder weg is, bringt das dem Betrieb ja nichts. Aber als Vollzeit über mehrere Monaten, wo man die selben Aufgaben übernimmt, wie ein normaler Mitarbeiter, das ist es einfach Ausbeutung.

Lg, Anja

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Von: Eva Jancak https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner#comment-87 Wed, 16 Nov 2016 12:51:57 +0000 https://wortlichter.com/?p=218#comment-87 Das Buch ist sehr gut und trifft die Situation sehr gut. Es zeigt, glaube ich, auch sehr anschaulich, wie leicht man in eine Depression fallen kann, die “objektiv” betrachtet, vielleicht gar nicht so nötig wäre, aber zwanzig gut ausgebildete Leute zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, sie mit einer Flasche Wasser und einem Schokoriegel durch einen Aufgabenparcour zu hetzten, wo dann nur einer oder vielleicht auch drei das unbezahlte Praktikum bekommt, ist mir zwar unsympathisch, aber, wie ich höre Realität”
https://literaturgefluester.wordpress.com/2016/11/04/traurige-freiheit/

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Von: Wortlichter https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner#comment-84 Sun, 13 Nov 2016 21:58:00 +0000 https://wortlichter.com/?p=218#comment-84 Liebe Anna,

Ich finde das Buch trotzdem gut, weil es genau die Realität abbildet und die Denkweisen, die sehr viele in unserer Generation antreiben. Ich habe sogleich Personen und Bilder im Kopf beim Lesen. Es fühlt sich unheimlich vertraut an, so wie dieses ganze Lebensgefühl, was uns umgibt. Auch wenn es nicht mein Gefühl ist, so steht es stellvetretend für ganz viele von uns. Es ist einfach ehrlich und direkt. Leider leben wir in genau dieser Leistungsgesellschaft, in der junge Menschen an diesem Druck und den Versagensängsten zerbrechen, die überhaupt nicht nötig sind.

Liebe Grüße, Anja

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Von: Anna https://wortlichter.com/rezension-traurige-freiheit-friederike-goesweiner#comment-82 Sat, 12 Nov 2016 19:31:14 +0000 https://wortlichter.com/?p=218#comment-82 Liebe Anja,

ich dachte mir bei den ersten Sätzen deiner Generation auch: “Oh, das könnte ein Buch sein, mit dem ich mich identifizieren könnte.” Leider vereint es für mich nach dem Lesen der Rezension einmal wieder die negativen Aspekte der Generation Y. Überhaupt: Generation Y Momentaufnahmen, Kritik oder Vergleiche mit anderen Generationen werden scheinbar nie alt. Wobei ich mich in diesem Punkt nicht ausschließen kann, da ich auch Generation Y-bezogene Texte geschrieben habe und vielleicht schreiben werde, wenn es die Umstände meiner Meinung nach erfordern.

Trantüten kann ich überhaupt nicht leiden und mit der Handlung einer Protagonistin, die sich trotz vieler Möglichkeiten nicht richtig entscheiden kann/mag, verbunden mit ihrem eigenen undankbaren Charakter, der durch Gesellschaftskonzepte wie Erfolg geprägt ist, kann ich persönlich nicht viel anfangen.

Das Buch ist mir unsympathisch und ich würde kein Geld dafür ausgeben. Deine Rezension fand ich dagegen mal wieder einmal superb.

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