[Über das Schreiben]: Mein Roman Projekt

The Force-Dunkelheit

Bei Instagram mache ich bei der Autorenwahnsinn Challenge im August mit und plaudere darum hin und wieder etwas aus dem (Näh-) Schreibkästchen meines Roman-Projektes. Dort habe ich auch schon verraten, um was es sich überhaupt handelt. Ich schreibe einen Urban-Fantasy-Roman. Auf jeden Fall wird es etwas düsterer, allerdings ohne seltsame Geschöpfe.

Die Challenge auf Instagram hat mir viel Spaß gemacht und mich auch zu dem Entschluss geführt, auf meinem Blog noch mehr über das Schreiben zu reden. Vielleicht sei noch allgemein angemerkt, dass ich meistens Gedichte schreibe, aber auch einige Roman-Ideen im Kopf habe. Diese kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen und meistens handelt es sich um ein Thema, was ich in diesem Genre vermisse. Ich schreibe also dass, was ich Selbst gerne lesen würde. Viele Ideen schwirren derzeit in meinem Kopf und warten auf den perfekten Moment.

Derzeit arbeite ich allerdings zum ersten Mal komplett eine Idee aus- Es ist mein Urban-Fantasy-Projekt.

Mein Arbeitstitel ist: The Force- Dunkelheit. Es kann aber sein, dass sich der Titel noch ändert. Der Untertitel bedeutet, dass ich mehr als einen Band plane. Geplottet habe ich allerdings nur das grobe Gerüst. Es sollen theoretisch 3 Bände werden. Vielleicht werden es auch mehr oder weniger. Das werde ich dann sehen.

Plotten

Beim Plotten habe ich das große Ganze (im Idealfall also 3 Bände) und dann wieder die einzelnen Bände im Blick. Ich plane meine Bücher in Akte. Ganz klassisch hat ein Buch bei mir 3 Akte, wie im Theater und einen Spannungsbogen. Gleichzeitig sind die 3 Bücher übergeordnet nochmal sowas wie 3 Akte.

Jeden Akt teile ich nochmal in 3 Teile. Nämlich Anfang, Mitte und Übergang. Zum Beispiel befindet sich im Übergang von Akt 1 zu Akt 2 ein Ortswechsel. Mit der Beschreibung des neuen Ortes beginnt dann Akt 2. Falls jemand gerne rechnet, macht das also 9 Planungsabschnitte pro Buch und 27 insgesamt. Ein Abschnitt kann natürlich mehrere Szenen enthalten. Wer jetzt aber denkt, dass ich mein Buch also ziemlich genau plane, der irrt. Denn tatsächlich habe ich nur die ungefähre Struktur im Kopf und plane während dem Schreiben den nächsten Akt. Ich schreibe also Akt 1, plane nebenbei Akt 2, usw. So arbeite ich mich langsam von Akt zu Akt. Darum weiß ich auch nicht ob meine übergeordnete Struktur wie gedacht funktioniert, da ich soweit noch nicht bin. Gleichzeitig lässt mir das Luft für die Entwicklung der Charaktere oder Einschübe von neuen Ideen.

Das Foto oben zeigt übrigens einige meiner Handlungsorte. Ich habe mir entsprechende Inspiration gesucht und als Fotos entwickelt. Auf jedem Foto ist eine Szene, ein Ort oder etwas typisches für meinen Roman zu sehen. Ich liebe es, die Fotos vor mir auszubreiten und zu sortieren, und einfach diesen visuellen Faktor beim Schreiben dabei zu haben.

Schreiben im fremden Genre

Theoretisch bin ich nicht unbedingt ein Fan von Urban-Fantasy. Das liegt aber überhaupt nicht daran, dass mir das Genre nicht gefällt- ganz im Gegenteil. Ich finde die Mischung aus Realität und Fantasy sehr ansprechend. Es liegt eher daran, dass die meisten Bücher in diesem Bereich mich nicht begeistern können. Darum schreibe ich auch mein Eigenes.

Ich finde es sogar sehr entspannend, in einem fremden Genre zu schreiben, da ich mich nicht an Anderen messen muss. Ich habe zum Beispiel noch eine Roman-Idee in einem Bereich, in dem ich sehr viele Bücher gelesen habe. Und ich habe mich erst einmal dagegen entschieden, diese Idee umzusetzen, weil ich automatisch an die ganzen Bücher mit ähnlichen Geschichten denken muss. Ich habe Angst, dass es zu ähnlich werden könnte. Dieses Problem habe ich bei meinem Urban- Fantasy- Projekt nicht. Da ich nicht viele Bücher in dem Bereich gelesen habe, fällt mir auch nichts ein, was Ähnlich ist. Somit habe ich keine Hemmungen meine Ideen umzusetzen. Vielleicht liegt es aber auch wirklich daran, dass mein Roman schon ziemlich speziell ist.

Handlung und Charaktere

Am wichtigsten beim Plotten sind mir meine Handlungsorte und Charaktere. Ich finde dies ist die wichtigste Basis, damit sich die Story entwickeln kann. Ansonsten habe ich natürlich auch Ausgangslage, Höhepunkt und Ziel. Viel interessanter finde ich jedoch die Frage, was die Charaktere antreibt. Ich verwende darum viel Zeit darauf, die Charaktere zu planen. Dazu gehören Aussehen, passende Fotos, Hintergrundgeschichte, Charaktereigenschaften, Freundschaften, bis hin zur ethnischen Abstammung. Letzteres plane ich als Ethnologin wahrscheinlich überdurchschnittlich genau. Darum spielt mein Roman auch in Amerika, weil man hier eine große Diversität finden kann. Ich weiß aber nicht, wie genau ich das Ganze dann im Buch erwähnen werde, ich will den Leser auch nicht mit zu vielen Informationen überfordern. Also wird das wahrscheinlich eher eine Sache sein, die ich für mich mache. Der männliche Hauptcharakter ist Hispanic und zumindest das werde ich auch erwähnen
Derzeit habe ich 22 Charaktere auf diese Weise durchgeplant. Allerdings werden nicht alle davon bereits im 1. Buch vorkommen und einige werden auch nur Nebenrollen einnehmen. Generell arbeite ich noch daran, wie ich genau die Masse der Personen handhabe, weil in meinem Buch sehr viele Personen vorkommen werden, da es viel um Gruppendynamik geht. Wahrscheinlich werden noch mehr Charaktere dazu kommen, die aber vielleicht nicht direkt alle mit Namen vorkommen, sondern es wird einen großen Anteil von denen geben, die einfach im Hintergrund dabei sind. Für mich ist es trotzdem wichtig zu wissen, wer genau welche Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft übernimmt, auch wenn diese Personen dann vielleicht nicht vorkommen. Es ist für mich für die innere Logik und Funktionsweise wichtig.

Gut gegen Böse

Mein Roman weist das typische Gut gegen Böse-Szenario auf. Mit dem kleinen Zusatz, dass sich meine weibliche Hauptperson gleich zu Beginn auf der falschen Seite wiederfindet.

Viele Autoren hören beim Schreiben Musik. Ich bin da auch nicht anders. Ich höre thematisch passende Musik zu meinen Schreibprojekten, oder Ambient, Dub Step, Trip Hop und Epic. Und bei The Force höre ich…Hip Hop, Nu Metal, Metal und Ähnliches. Am meisten höre ich Hollywood Undead und Crown of Empire. Und mein Roman ist wirklich stark von den jeweiligen Songs beeinflusst. Spätestens jetzt sollte klar sein, das die Handlung etwas „anders“ verläuft. Ihr habt einen Faible für interessante Bösewichte und findet dass sie oft zu kurz kommen? Dann seid ihr bei mir an der richtigen Adresse.

Eine große Inspiration für die Story ist ein Zitat von Hemingway: „Being against evil doesn’t make you good“

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3 thoughts on “[Über das Schreiben]: Mein Roman Projekt

  1. Sehr interessant dein Schteibprozess!
    Ich schreibe gerade an meinem ersten Buch (High Fantasy). Ich habe das ganze nicht so genau geplant und mich eher von Szene zu Szene durchgehangelt. Dann Szenen verschoben, angepasst usw bis ich bei diesem klassischen 3-Akte Modell angekommen bin.
    Jetzt beim Überarbeiten beißt mir meine mangelnde Vorbereitung in den Po 😀

    Ich wünsche dir noch ganz viel Erfolg!
    LG Sina

    1. Liebe Sina,
      Ich lasse mir trotzdem immer noch genug Lücken, um auf die Entwicklung der Story und den Charakteren einzugehen. Das finde ich sehr wichtig, da meine Charaktere oft ein Eigenleben entwickeln. Das kennt sicher jeder, der schreibt :D. Ich habe gerade das Problem, dass einer meiner Charaktere unbedingt eine größere Rolle einnehmen möchte, als ich ihm ursprünglich zugedacht habe. Ich gehe dem einfach mal nach, weil es für mich ein gutes Zeichen ist, wenn sowas passiert. Zur Not kann man es ja immer wieder streichen. Überarbeitung ist natürlich ein ganz wichtiger Schritt und ich denke auch oft ein unterschätzter Punkt. Beim Überarbeiten können wir wirklich die Stärken und Schwächen noch weiter ausbessern. Ganz egal wieviel wir vorher geplant haben, der Feinschliff ist immer etwas ganz Besonderes.

      Liebe Grüße, Anja

  2. Ja, die Lücken sind extrem wichtig. Denn meine schönsten/spannendsten Szenen sind immer dann passiert, wenn ein Charakter die Regie übernommen hat 😀

    LG Sina

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