[Schreiben] Schreiblaunen 01

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Und dann ist da noch das Schreiben. Das Schreiben nimmt derzeit leider viel weniger Raum auf meinem Blog ein, als das eigentlich geplant war. Auf Fieberherz, habe ich ihre Aktion „Schreiblaunen“ entdeckt, wo man einfach ganz ungezwungen hin und wieder darüber plaudert wie es Einem mit dem Schreiben ergeht. Das ist eine schöne Möglichkeit euch auf dem Laufenden zu halten und mich gleichzeitig mit schreibbegeisterten Menschen auszutauschen.

Ihr wisst sicherlich dass ich schreibe, aber bisher keinen konkreten Plan hatte, etwas zu veröffentlichen. Vielmehr ging es mir darum, dass ich an meinem Schreibstil arbeite und teilweise auch einfach nur schreibe, weil es mir Spaß macht und weil ich es brauche. Oft sind das nur Gedanken, Fragmente, kleinere Geschichten oder Gedichte. Ich habe mich in der letzten Zeit viel mit diesem Phänomen beschäftigt, dass sich viele Menschen gar nicht richtig trauen etwas zu Schreiben, weil es ohne Veröffentlichung sinnlos wäre und gleichzeitig auch nicht der Mut da ist, etwas zu veröffentlichen. Dabei habe ich mir gedacht, dass ich doch eigentlich gar keinen Grund habe mich zu verstecken. Jeder schreibt halt so, wie er will und wenn ich keine Romane schreibe, sondern lieber Gedichte oder ein Theaterstück, was auch immer… dann ist das so. Warum also nicht?

Ich habe mir also ganz klar überlegt wo ich bin und wo ich hin möchte. Mir ist dabei sehr klar geworden, dass das Schreiben einfach ein Teil meines Lebens ist, das ich ausleben muss und das ich mehr fördern will. Ich möchte Schreiben. Ich muss Schreiben. Und es ist schlimm, nicht schreiben zu können. Die letzten Jahre waren so stressig, dass ich keine Zeit dazu hatte. Und das hat mich mitgenommen und abgestumpft. Und ich merke nun, wie eine riesige Last von mir abfällt umso mehr Freiheiten ich habe, mich mit Literatur zu beschäftigen und auch selber zu Schreiben. Es ist etwas was direkt aus der Seele kommt. Und viele Schriftsteller hatten diesen innerlichen Drang zu schreiben, egal sie damit Erfolg hatten, oder nicht.

Mein Ziel ist es also, das Scheiben zu fördern und mir mehr Zeit dazu zu ermöglichen. Das bedeutet natürlich dass ich zumindest ein kleines Einkommen aus der Sache anstrebe, dass es mir ermöglicht mich überhaupt dieser Sache zu widmen. Ich habe darum zwei konkrete Schreibprojekte entwickelt, an denen ich arbeiten möchte.

Leseflaute- Schreibflow

Das eine ist ein kitschiges Urban Fantasy-Projekt, dass ich zumindest einmal ausprobieren möchte, einfach für mich Selbst. Auch wenn das eigentlich gar nicht das Genre ist, was ich lese, geht das Schreiben locker von der Hand.

Derzeit habe ich ca. 50 Seiten geschrieben, meine Story geplottet, alle Charaktere erstellt, einen Haufen Evernote-Notizen gemacht und bin ziemlich zufrieden damit. Das ist übrigens der Grund, warum ich in eine Leseflaute gerutscht bin. Ich habe die letzten zwei Monate kaum gelesen, weil ich einfach so viel geschrieben habe und voll und ganz in meiner Romanidee versunken bin. Jetzt wo der Anfang steht, alle Notizen aus meinem Kopf verschriftlich sind, schalte ich wieder einen Gang zurück. Wenn die Ideen nur so sprudeln, habe ich Angst, dass ich sie vergesse, wenn ich sie nicht schnell genug aufschreibe. Da jetzt alles Wichtige festgehalten ist, kann ich mich gemütlich daran machen, mal hin und wieder eine Seite zu schreiben.

Eigentlich wäre es für mich ja nahe liegend einen „richtigen“ Roman zu schreiben, weil ich Selbst auch mehr in der normalen Belletristik daheim bin. In der Fantasy fühle ich mich trotzdem irgendwie heimischer, denn da kommt es nicht unbedingt auf perfekte Sprache an und auch nicht darauf, dass alles immer logisch ist. Und man kann ziemlich alles hineinbringen, was man will. Liebesgeschichte, Magie, was auch immer- alles ist Möglich. Das scheint mir ein guter Anfang zu sein, um das erste Mal ein Buch zu schreiben. Nachdem ich so extrem viel geplottet habe, könnte daraus wohl auch mehr als nur ein Buch werden.

Und das andere ist ein Schreibprojekt womit ich anderen Mut machen möchte, ihren Weg zu gehen und was ich gerne im Self Publishing veröffentlichen möchte. Das ist allerdings erst in wager Planung.

Ansonsten habe ich natürlich noch unzählige Ideen für Texte und Bücher. Und Gedichte schreibe ich sowieso ständig. Vielleicht möchte ich auch irgendwann ein Theaterstück versuchen. Ihr seht schon, ich bin kein Mensch, der sich auf ein Genre festlegt, sondern Jemand, der einfach das schreibt, wonach die Seele gerade Lust hat.

Schreiben aus der Seele

In den letzten Jahre habe ich eine gewisse innerliche Stärke, Glauben und Gelassenheit gefunden, die ich gerne mitteilen würde. Ich habe das Gefühl, dass ich der Welt so viel geben kann, dass so viel in meinem Inneren ist, was gerne festgehalten werden will, was gerne heraussprudeln will und seinen Weg auf das Papier finden möchte. Bisher noch etwas zaghaft, aber ich arbeite daran, meinen Ausdruck zu finden und ihn zuzulassen.

Besonders intensiv arbeite ich darum derzeit mit dem Buch: „How the light gets in“. Der Titel spielt auf ein Zitat von Hemingway an: We are all broken. That’s how the light gets in. Das Buch ist eine Anleitung zum spirituellen Schreiben. Und das ist genau das, was ich machen möchte: Meine Seele sprechen lassen. Das hat für mich nichts mit Esoterik zu tun. Ich möchte einfach im Schreiben aufgehen und soviel von mir hineinlegen wie es nur geht. Schreiben ist für mich eine Art künstlerischer Ausdruck. Und die besten Schriftsteller waren immer die, die sich dem Schreiben voll und ganz verschrieben haben und ihr Herzblut hineinlegten. Spirituelles Schreiben ist für mich eine Art seine eigene Stimme und seinen eigenen Ausdruck zu finden, der tief aus der Seele kommt

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3 thoughts on “[Schreiben] Schreiblaunen 01

  1. Liebe Anja,

    Eine wunderschöne Liebeserklärung ans Schreiben, die ich absolut unterschreiben kann. Ich schreibe auch, weil ich es einfach muss. Egal, ob ich veröffentliche oder nicht, ob meine Bücher gelesen werden, oder nicht, ob sie anderen gefallen oder eben nicht, macht dieser Umstand mich zur Autorin. Ich sage gerne: Ich schreibe um des Schreibens Willen. Es ist Selbsttherapie, aber auch Auslebung, Glück, Freiheit und Sein. Darum heißt meine Seite auch Schreibtrieb.
    Danke für deinen Beitrag

    LG
    Eva

    1. Liebe Eva,

      Ohja, für mich ist Schreiben auch etwas Künstlerisches. Das Ausleben der Kreativität und dem inneren Ruf folgen. Ich mag den Namen deiner Seite 🙂 Weiter so! Und nie damit aufhören <3 Wenn man aus Liebe zum Schreiben schreibt, ist es doch das schönste, das man nur gewinnen kann- Erfahrungen, Einsicht, Freiheit und so viel mehr.

      Liebe Grüße, Anja

  2. Als Teenager habe ich Tagebuch geschrieben. Jetzt veröffentliche ich meine Erlebnisse und Gedankenfetzen auf meinem Blog. Ich mag es, meine Erfahrungen in Worte zu verwandeln und dann mt anderen zu teilen.

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