Das Schreiben, eine Leidenschaft

Schreiben ist mehr als ein Hobby für mich

Das Schreiben ist ein Hobby was ich kürzlich wiederentdeckte. Es war nicht so, dass ich es vergessen hatte, viel mehr habe ich das Gefühl, dass das Schreiben mich vergessen hat. Als Teenager war ich regelrecht besessen und dachte mir ganze Welten aus. Doch nach der Schule verschwand dieser Eifer plötzlich. Doch vielleicht war das nötig, denn nun habe ich eine ganz andere Art zu Schreiben. Ich bin in die Welt hinausgegangen und komme wieder, mit vielen reichen Erfahrungen, über die ich berichten kann.

Früher habe ich besonders Fantasy geschrieben und auch gelesen. Heute schreibe ich einfach was meine Seele mir diktiert. Fragmente, Gedichte, Kurzgeschichten. Ich möchte einfach Schreiben, was mein Inneres ausdrücken will. Heute ist das meist keine Fantasy mehr, denn die besten Geschichten schreibt das Leben. Ich finde das echte Leben wahnsinnig aufregend, weil es Platz für unzählige Geschichten bietet. Meine Texte sind meistens direkt von realen Ereignissen inspiriert.

Schreiben ist für mich mehr als nur ein Hobby. Ein Hobby, das würde bedeuten, dass man eine Sache ausübt, weil sie einen Spaß macht. Man entscheidet Selbst, wann und wo man diese Sache ausübt. Das Schreiben ist jedoch, den ganzen Tag in meinem Kopf vorhanden. Plötzlich bekommt man Ideen und Einfälle, egal wo man sich gerade befindet. In Gedanken entfalten sich Wörter und Szenen. So ganz, hat man das Schreiben nicht unter Kontrolle. Der Drang dazu, muss einfach erfüllt werden. Es ist ein innerlicher Drang, der aus der Seele kommt. Das Schreiben fokussiert, entspannt und lässt die Gedanken in gerichtete Bahnen fließen.

Don’t try.

Charles Bukowski prägte die Worte: „Don’t try“. Versuchs nicht. Ich finde diese zwei Worte sehr inspirierend. Tatsächlich habe ich, als Jugendliche, versucht zu Schreiben. Nun schreibe ich einfach. Ich versuche es nicht mehr.

Was ist der Unterschied? Ein Versuch ist und bleibt, was er ist. Ein schwacher Versuch, etwas zu erreichen, von dem man nicht sicher ist, dass man es überhaupt erreichen kann. In dem wir aufhören es zu versuchen und einfach tun, geben wir uns Selbst die Macht dazu.

Andere Menschen wollen uns manchmal einreden, dass wir noch nicht professionell genug sind. In ihren Worten spricht oft der Zweifel und der Neid. Mit jedem Satz, den wir Schreiben, entwickeln wir uns weiter. Und Selbst wenn wir wirklich nicht gut schreiben, dann werden wir das jedoch nach einigen Jahren tun. Wir müssen uns nicht klein reden. Die Ausdauer und die ständige Übung lässt unseren Schreibstil reifen. Letztendlich kann es sowohl den Anderen egal sein, wie professionell man ist, wie auch uns Selbst. Die bekanntesten Persönlichkeiten waren ihrer Zeit weit voraus. Oftmals konnten sie mit ihrer Kunst oder ihrem Schreiben, nicht einmal ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie haben jedoch nicht aufgegeben. Und dies ist der Punkt, der wirklich einen Unterschied macht. 

Das innere Feuer

Das schönste am Schreiben ist dieser Zustand, den man erreicht, wenn man sich seiner Sache voll hingibt. Wenn man voller Inspirationen ist und die Wörter fast automatisch auf das Papier fließen. Dann entwickeln die Wörter ein regelrechtes Eigenleben, sie ordnen sich neu zusammen, treiben die Geschichte voran und klingen wie Musik. Es entwickelt sich ganz automatisch ein Rhythmus und ein Schreibfluss.

Wenn unsere Seele wirklich für eine Sache brennt, dann kommt aus unserem Inneren ein Verlangen dies auch auszuüben, ganz egal ob wir damit erfolgreich sind, oder nicht. Doch gerade mit diesem inneren Feuer kommt dann auch ganz automatisch der zweite Punkt. Dann nämlich begeistern wir auch andere Menschen.

In dem sich die Menschen, die es mal „versuchen“, sich schnell von den Meinungen anderer Leute abbringen lassen, erfüllen sie somit das eigene „Das schafft du sowieso nicht“ -Klischee. Das nennt man wohl auch eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Natürlich werden wir es niemals schaffen, wenn wir aufgeben.

Während die Menschen, die einfach aus der inneren Freude heraus Dinge tun, auch oftmals ihren Weg gehen und damit Erfolg haben, weil sie zum einen eine größere Ausdauer besitzen und sich nicht so schnell wieder abbringen lassen, aber auch anderen Menschen genau dieses Gefühl vermitteln. Das macht sie interessant und anziehend.

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4 thoughts on “Das Schreiben, eine Leidenschaft

  1. Ein wundervoller Beitrag. Ich finde mich in deinen Worten wieder und unterschreibe das genau so. Kürzlich hatte ich mit Studenten, die ich neu kennen gelernt habe ein Gespräch über Hobbys: Sport, Instrument… Ich habe von meinen vermeintlichen Hobbys erzählt, aber ich habe eigentlich keine Hobbys. Nur Leidenschaften. Das Schreiben ist mein kreatives Ausdrucksmittel, meine Auseinandersetzung mit Erlebtem und Gesehenem. Wo warst du denn überall in der Welt unterwegs? Ich war in diesem Jahr zwei Monate auf Reisen, jeweils einen in Kuba und einen in Thailand. Mich haben diese Reisen sehr geprägt und sie haben mir dabei geholfen, mich weiterzuentwickeln. Kubanern würde es nicht einmal in den Sinn kommen, dass sie nicht tanzen können. Sie tun es im Gegensatz zu uns oft steifen Europäern einfach. Daran, dass Größen wie Kafka einen Brotberuf hatten, um überleben zu können, denke ich auch oft. Es ist schade, dass so viele Menschen nicht an sich glauben. Das Blogazine FIELFALT hat übrigens gerade eine Blogparade zum Thema Selbstverwirklichung am Laufen, bis zum 31. August. Vielleicht sagt dir da Thema ja zu. Näheres gibt es auf der Webseite. Habe die Aktion erst heute entdeckt und arbeite noch an meinem Beitrag. Es ist eine tolle Möglichkeit, um den eigenen Blog etwas bekannter zu machen und sich mit anderen Bloggerinnen zu connecten. Liebe Grüße, Anna-Sophie

    1. Danke für den Hinweis. Ich weiß aber nicht, ob ich es in wenigen Tagen schaffe, dazu einen Beitrag zu schreiben. Ich freue mich jedoch schon auf deinen Beitrag.
      Ich bin vom Osten Deutschlands nach Österreich ausgewandert. Das mit der Welt, war mehr als Metapher gemeint, tatsächlich kam die Welt zu mir. Ich habe einige turbulente Jahre gelebt, hier in Österreich und bin mittlerweile gefühlt Selbst zur Fremden geworden. Außerdem bin ich sehr inspiriert von Tunesien und von meiner Arbeit mit den verschiedenen Kulturen und Menschen.
      Liebe Grüße, Anja

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