Rasha Khayat Weil wir längst woanders sein

[Rezension] Rasha Khayat- Weil wir längst wo anders sind

Von Hamburg nach Jeddah auf der Suche nach der verlorenen Schwester Basil macht sich auf den Weg nach Jeddah in Saudi Arabien, weil seine Schwester bald heiraten wird. Was sich erst anhört nach einer typischen arabischen Familiengeschichte, geht jedoch viel tiefer. Denn Layla und Basil sind in Deutschland aufgewachsen. Als Kinder, kaum dass sie in die Schule gingen, kamen Sie mit dem arabischen Vater, welcher Arzt war und der deutschen Mutter, die Krankenschwester war, nach Deutschland. Hier werden sie komplett Deutsch erzogen, so sehr dass Basil nicht einmal mehr Arabisch spricht und sich nur an Wortfetzen erinnert. Sie wachsen absolut liberal auf, fahren nicht einmal Weiterlesen

Traurige Freiheit

[Rezension] Traurige Freiheit -Friederike Gösweiner

  Ich freue mich, dass ich euch heute das Buch vorstellen kann, welches den österreichischen Debüt-Preis 2016 gewonnen hat. Ich habe mich sehr gefreut, dass das einzige nominierte Buch, was ich von der Debüt-Shortlist gelesen habe, tatsächlich gewonnen hat. Da freut man sich doch gleich doppelt. Generation Praktikum und Leistungsgesellschaft Die Heldin Hannah ist eine typische Vertreterin der heutigen Generation um die 30. Da ich mich Selbst, auch dazu rechne, habe ich gehofft mich mit der Protagonistin identifizieren zu können. Schon am Anfang war klar, dass aus uns keine Freundinnen werden. Die extreme Negativität und Lethargie haben mich fast in den Wahnsinn getrieben. Am liebsten hätte Weiterlesen

Die Auswandernden Peter Waterhouse Nanne Meyer

[Rezension] Die Auswandernden von Peter Waterhouse und Nanne Meyer

  Heute möchte ich euch ein Buch präsentieren, welches es auf die Shortlist des österreichischen Buchpreises geschafft hat. Peter Waterhouse und Nanne Mayer, erschaffen mit dem Buch „Die Auswandernden“, ein Werk an der Schnittstelle von Literatur und Kunst, mit äußerst aktuellen Bezug . Es gibt einen sehr guten Grund, warum ich Publikationen über Flucht, Migration und dergleichen, eher kritisch gegenüberstehe. Denn ich bin selbst seit vielen Jahren in diesem Berufsfeld tätig, so dass ich einen hohen Anspruch an solche Literatur habe. In diesem Buch geht es aber nicht klassisch um eine Fluchtgeschichte, oder um eine politische Auseinandersetzung, hier geht es in erster Linie um die Weiterlesen

Sophia Khan - Das Leuchten meiner Welt

[Rezension] Das Leuchten meiner Welt- Sophia Khan

„Das Leuchten meiner Welt“*, ist das Debüt von Sophia Khan, einer pakistanischen Autorin mit amerikanischen Wurzeln. Das Buch wurde aus dem Englischen übersetzt und ist im Diana-Verlag erschienen. Aufgrund der Einordnung als Liebesgeschichte, einer jugendlichen Protagonistin und dem schönen verspielten Cover, habe ich viele Rezensionen auf Blogs von sehr jungen Mädchen gesehen. Ich möchte jedoch gleich anmerken, dass das Buch über eine einfache Liebesgeschichte hinausgeht. Sowohl vom Schreibstil, als auch vom Inhalt, ist es durchaus für Erwachsene geeignet und bietet einen gewissen Anspruch. Tatsächlich wird dieser Aspekt, von vielen jüngeren Rezensentinnen, sogar stark kritisiert. Für mich ist das natürlich positiv zu bewerten. Eine Spurensuche zwischen Amerika und Pakistan Weiterlesen

Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist - Stefan Bollmann

[Rezension] Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist

Ein Leben ohne Goethe? An Goethe kommt niemand vorbei. Wir begegnen ihm als Pflichtlektüre an der Schule oder an der Uni. Im Rahmen von Zitaten, Essays oder sonstigen Unterhaltungen begegnet man ihm immer wieder. Oft ist er, als der größte Dichter Deutschlands, berühmt und gefürchtet. Er strahlt für die meisten Bürger eine ungeheure Ehrfurcht und Unnahbarkeit aus. Stefan Bollmann nimmt uns mit in die Zeit von Goethe und zeigt den Dichter von einer ganz privaten Seite. Zu Unrecht ist dieses Buch teilweise unter der Kategorie Ratgeber eingeordnet. Vielmehr handelt es sich um eine Biographie, die sich anstatt mit Jahreszahlen, mit der Gedankenwelt, den Lebensabschnitten und Weiterlesen

Die Harzreise Heinrich Heine

[Rezension] Heinreich Heine- Die Harzreise

Eine bittere aber humorvolle Satire über den Harz Heinrich Heine nimmt uns mit auf seine Harzreise* und hält dabei kein Blatt vor den Mund. Wir starten in Göttingen und folgen dann Heine über den Brocken bis nach Weimar. Dabei begegnen wir nicht nur allerlei Menschen und Ortschaften, sondern bekommen auch einen Einblick, was Heine von Ihnen hält. Sein Blick ist detailreich, kritisch und ironisch. Er nimmt alle Städte und Dörfer aufs Korn, hat aber viel für die Natur übrig. Mit romantischen Blick und scharfer Schreibfeder, erleben wir die Harzreise als Reisebericht der besonderen Sorte. Leicht und locker baut Heine auch immer wieder Gedichte in den fließenden Text Weiterlesen

Rafik Schami Eine Hand voller Sterne

[Rezension] Eine Hand voller Sterne- Rafik Schami

Das ausgewählte Buch ist von Rafik Schami- ein syrischer Autor, der im Exil lebt und in seinem Buch Eine Hand voller Sterne: Roman* welches bereits in den 80er Jahren erschien, vom Leben der Kinder in Syrien erzählt. Rafik Schami lebt bereits seit 1971 in Deutschland und ist ein meisterlicher Geschichtenerzähler in der orientalischen Tradition. Ein Junge der kindlich unvoreingenommen, die Welt entdeckt Es geht um einen 14 Jährigen Bäckersjungen, der in Damaskus aufwächst und gerne Journalist werden möchte. Das Buch ist als Tagebuch aus der Perspektive des Jungen geschrieben und erzählt von seinem Alltag. Dabei besticht das Buch vor allem mit der kindlichen Offenheit und Naivität. So schreibt Weiterlesen

Als wir Träumten Clemens Meyer

Rezension: Als wir träumten- Clemens Meyer

Einer meiner Lieblingsautoren, ist Clemens Meyer. Er schafft es auf imposante Weise meisterhaft mit Sprache umzugehen und dabei absolut tiefgründige Geschichten zu erzählen, die die Leser sprachlos zurücklassen. In „Als wir Träumten“ widmet er sich der Jugend in der Wendezeit in der DDR. Eine orientierungslose Jugend in der Wendezeit Deutschlands Klappentext: „Nach den Kinderspielen kommen die Kämpfe: Rico, Mark, Paul und Daniel wachsen auf im Leipzig der Nachwendejahre, zwischen Autoklau, Alkohol und Angst, zwischen Wut und Zerstörung. Jede Nacht ziehen sie durch die Straßen. Sie feiern, sie klauen, sie fahren ihr Leben gegen die Wand. Sie sind frei und dem Leben ausgeliefert. Mit direkter, wütender, sensibler und Weiterlesen

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